2. Kyffhäuser-Treffen der Alternative für Deutschland.

Ein Jahr nach dem ersten Kyffhäusertreffen hat Gastgeber Björn Höcke (DER FLÜGEL) wiederum in seine thüringische Heimat eingeladen. Am 4. Juni 2016 kamen (laut Einlasskontrolle) 483 Parteimitglieder und Symphatisanten aus ganz Deutschland zum traditionsreichen Kyffhäuserdenkmal (drittgrößtes Denkmal Deutschlands, einsam auf einem bewaldeten Bergrücken gelegen). Die Veranstaltung war somit deutlich überbelegt, da die Kapazität der Burggaststätte auf 350 Personen beschränkt ist. Daher musste vielen Interessenten schon lange zuvor eine Absage erteilt werden. Ambiente, Wetter und Gastronomie waren stimmig. Auch der erste Eindruck war positiv. Die Gespräche mit den Tischnachbaren haben schnell gezeigt: man fühlt sich nicht unter Fremden, sondern sitzt mit Gleichgesinnten zusammen. – Und dann die hervorragenden Ausführungen der drei Hauptredner:

2016-06-04 10-37-19 Hoeke

Björn Höcke beschreibt den jetzigen Zustand der Deutschen einerseits als Spaßgesellschaft und andererseits als Schuldgemeinschaft, entstanden durch jahrzehntelange Umerziehung und Gehirnwäsche. Hinzu kommt eine deutsche Tugend, die in der jetzigen Zeit verhängnisvoll wirkt: Geduld und Langmut lässt die Menschen alles hinnehmen. Statt dessen müssen sie wachgerüttelt werden, ihre Männlichkeit zurückgewinnen und klar zum Ausdruck bringen: wir lassen uns nicht abschaffen! Ganz im Sinne des Dalai Lama: Deutschland darf kein arabisches Land werden. „Flüchtlinge“ sollten daher nur vorübergehend aufgenommen werden damit sie anschließend wieder beim Aufbau ihres Landes helfen können. Die etablierten Parteien gefährden durch ihre Migrationspolitik die kulturelle Substanz unseres Landes. Aber es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung. Vielmehr ist es unsere moralische Pflicht Ordnung und Wohlstand für unsere Kinder zu erhalten! Die AfD bietet dazu die vermutlich letzte Chance, dies friedlich zu erreichen!

2016-06-04 11-12-22 Gauland

Alexander Gauland stellte die nationale Identität in den Vordergrund seiner Rede. Sie ist lebensnotwendig für den Erhalt unserer vielfältigen europäischen Kultur. Deshalb dürfen wir keine Fremden aufnehmen, die unsere Kultur zerstören könnten. Auch Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind national verankert. Europa muss zusammenhalten, auf der Basis der Nationalstaaten. Mit dieser Ansicht stehen wir nicht alleine. Auch andere Völker (Polen, Ungarn, Österreich, Frankreich …) bekennen sich stolz zu ihrer Identität. Europäischer Zentralismus ersetzt nicht Vaterland! Dieses Heimatgefühl gibt den Menschen Sicherheit und emotionale Geborgenheit!

2016-06-04 12-00-10 Meuthen

Jörg Meuthen erklärt eingangs, dass er keinerlei Bedenken gehabt habe der Einladung des „rechten“ FLÜGEL zu folgen. Als stellvertretender Vorsitzender fühle er sich für alle Richtungen der Partei verantwortlich. Die „Rangeleien“ im Vorstand sind vorbei und werden auch nicht wieder aufleben, da allen bewusst ist, worauf es ankommt: dieses Land braucht eine neue Regierung, die aufrecht ist, die etwas bewegt und die Interessen unseres Landes vertritt! Einige Schwerpunkte dabei sind: die Bewahrung unserer kulturellen Tradition, der freie Wettbewerb, der Schutz des Eigentums, Widerstand gegen die Batgeldabschaffung, direkte Demokratie nach schweizer Vorbild. Besonders bedauerlich empfindet Meuthen, dass den Deutschen der Patriotismus aberzogen wurde: es sei ein schwerer Fehler, sein Land nicht zu lieben!

Das Treffen ging am späten Nachmittag zu Ende mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne. Danach blieben viele noch in kleinen Gruppen zusammen, um zu diskutieren und sich näher kennen zu lernen, zumeist verbunden mit dem Versprechen im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Die anwesenden vier Mitglieder des KV Weiden werden dem gerne nachkommen!

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Über Jürgen Spielhofen, Dr.

09.09.44 geb. in Neumarkt/Opf. 1950-55 Heimvolksschule Parsberg. 1956-65 Oberrealschule Weiden, Abitur. 1965-67 Bundeswehr, Lt.d.Res. 1968-70 Psychologiestudium in Regensburg, Vordiplom. Seit 1970 verheiratet mit Ulrike, geb. Kauer. 1971-73 Psychologiestudium in Düsseldorf, Diplom. 1974-80 wiss. Ass. Uni Bochum, Promotion. 1981-89 wiss. Ang. Uni Münster. 1990-91 HPZ Irchenrieth. 1992-2013 selbständig, Ruhestand. Hobbys: Bergwandern, Skifahren, Fotografieren, Reisen.